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Moderne Forstwirtschaft – hautnah erlebt!

Teilnehmer erkunden zum Frühlingsspaziergang den Wald mit allen Sinnen

Anlässlich der Aktion „Frühlingsspaziergänge“, welche durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) organisiert wird, begaben sich Mädchen und Jungen der Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. und Interessierte, auf eine Wanderexpedition in den Staatsforst der Kühnichter Heide. Unter dem Motto „Pflanzen und Tiere des Waldes“ gingen die Teilnehmer am Montag, den 8. Mai 2017 gemeinsam mit Exkursionsleiter Peter Muster vom Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Oberlausitz, Revier Seidewinkel, auf eine 90-minütige Tour.

Die kühlen Temperaturen und der wolkenverhangene Himmel konnten die naturverbundenen Schüler und Wanderfreunde nicht abhalten, sich umfangreich über die Situation der sächsischen Wälder zu informieren und die verschiedensten Wechselbeziehungen des Waldes hautnah zu erleben. Besonderes Augenmerk legte dabei Revierleiter Muster auf die derzeitigen Probleme im Forst mit natürlichen Ursprung, welche von Baumschädlingen wie Engerlinge, Borkenkäfer und Eichenprozessionsspinner über Baumkrebs bis hin zu Windbrüchen im Bestand reichte. Letztere werden aber teilweise auch als Chance für monotone Nadelwälder angesehen, um Sie auf natürliche Weise zu widerstandsfähigen Mischwäldern umzubauen. Die größeren Probleme haben Forstarbeiter aber eher durch jene „Waldbesucher“, welche Müll im Wald abladen und Vandalismus im Forst und auch an Forsttechnischen Anlagen begehen.
Die Anwesenden zeigten großes Interesse und hatten zahlreiche Fragen wie z.B.: Wer darf überhaupt den Wald betreten oder befahren? Darf man sich etwas aus dem Wald mitnehmen? Wer ist für die Sicherung der Waldwege verantwortlich?
Mit einem riesen Applaus an den Exkursionsleiter endete die Veranstaltung.
Allen Teilnehmern wurde bewusst gemacht, dass nachhaltige Forstwirtschaft eine ernstzunehmende Aufgabe ist, um den natürlichen Rohstofflieferanten mit all seinen immateriellen Begleiterscheinungen, insbesondere als Ruhe- und Erholungsraum, aber auch als „Luftfilter“ zu schützen.

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